Was ist schon schnell? Oder: Warum 8x doch schneller als 16x ist.

Feb 2, 2005   //   by roesslerpr   //   Aus der Agentur, B2B-Services  //  Kommentare deaktiviert

Schon bei Standard DVD-Recordern ist der Geschwindig­keitszuwachs von 16x-Recordern im Vergleich zu 8x geringer als erwartet. Überraschend ist jedoch, dass bei professionellem vollautomatischem DVD-Publishing mit mehreren Recordern die 8x-Systeme sogar schneller sind.

Dietzenbach, Februar 2005. Eigentlich bieten 16x-Recorder nämlich gar keine echten 16x – diese Geschwindigkeit wird erst bei den letzten 0,5 GB einer vollen DVD erreicht. Die ersten 2 GB werden noch mit 8x gebrannt, die nächsten 2 GB dann mit 12x und erst am Rand werden 16x erreicht. Das bedeutet, dass bei einer DVD mit 4 GB Daten (von möglichen 4,7 GB) die maximale Brenngeschwindigkeit 12x beträgt und gleichzeitig die Durchschnittsgeschwindigkeit signifikant geringer ist.
Erst bei näherem Hinsehen erschließt sich, warum bei voll­automatischen DVD-Publishing-Systemen sogar noch nicht einmal diese Geschwindigkeiten erreicht werden und die mit 8x-Recordern ausgestatteten Systeme eben doch schneller sind als die mit 16x-Recordern. Der Schlüssel zu mehr Geschwindigkeit ist ein ausgewogenes Gesamtsystem – genauso wie beim Auto die PS über Getriebe und Reifen auf die Straße gebracht werden müssen.

Zunächst gilt es, Datendurchsatz und Geschwindigkeit des Brenners auf dasselbe Niveau zu bringen. Der Brenner muss vom System ständig unter Höchstgeschwindigkeit mit Daten gefüttert werden. Ist das nicht möglich, stoppt der Brenner, wartet auf Daten und muss sich resynchronisieren, um keinen „buffer underrun“ zu erzeugen. Das bedeutet, wenn der Bren­ner im Vergleich zum gelieferten Datenstrom zu schnell ist, leidet die Gesamtperformance.
Auch ein diskontinuierlicher Datenstrom verlangsamt das Gesamtsystem. Daher wird bei den Rimage Publishing-Systemen immer eine Caching-Festplatte eingesetzt, die aus­schließlich für die Imagedatei vorgesehen ist. Das Image wird so mit Sicherheit als eine einzige zusammenhängende nicht fragmentierte Datei gespeichert, und die Festplatte liefert aus­schließlich die Daten für den Recorder.

Ein weiterer potentieller Flaschenhals ist die Verbindung zwi­schen Computer und Publishing-System: Zwar ist USB 2.0 wesentlich schneller als USB 1.1, dennoch hat sich gezeigt, dass in vielen Konfigurationen USB 2.0 nicht die erforderliche kontinuierlich hohe Leistung bringt. Rimage verlässt sich daher bei Mehr-Recorder-Systemen auf Firewire, das eine höhere Zuverlässigkeit gewährleistet und sich bereits seit Jahren in vielen professionellen Digital-Video-Installationen bewährt hat.

Die Königsklasse
Um nun auch noch die Leistung eines Mehr-Recorder-Systems voll nutzen zu können, muss schon während des Brennvorgangs das Image der nächsten DVD wie im oben beschriebenen Caching vorbereitet werden (falls nicht mehrere Kopien desselben Images gezogen werden sollen, sondern individuelle Jobs anstehen). Darüber hinaus muss natürlich auch die Robotik fein optimiert sein: hier muss ein Rohling eingelegt werden, da muss er aus dem Brenner genommen werden, dort in den Drucker eingelegt und hier wieder abgelegt werden.

Auch der Druck des DVD-Labels ist ein möglicher Flaschen­hals: gerade bei Inkjet-Systemen ist je nach Motiv ein zu schneller Druck des Labels nachteilig, da die Oberfläche der bedruckbaren DVD-Medien eine gewisse Trockenzeit voraus­setzt. Alternative Druckverfahren wie Thermotransfer und Thermo-Re-Transfer bieten hier wesentlich höhere Geschwin­digkeiten.

Hier noch ein kleines Zahlenspiel:
Lokal betrachtet muss ein 8x-Recorder von der Festplatte mit einem Datenstrom von 11,4 Mbytes/sec beliefert werden, damit kein „buffer underrun“ auftritt. Eine schnelle Festplatte kann etwa 45 Mbytes/sec liefern, was für zwei 8x-Recorder ausreicht, während jeweils gleichzeitig das neue Image vorbereitet wird.
16x-Recorder würden in diesem Fall die Festplatten absolut überfordern, was dann wiederum zu zeitraubenden Resynchro­nisationen führen würde.

In einer Gigabit-Ethernet-Umgebung (1000 Base-T) werden Festplatten theoretisch mit 100 Mbytes/sec beliefert. Es können also zwei Festplatten mit je 45 Mbytes/sec und damit vier 8x-Re­corder unterstützt werden. Vier 16x-Recorder wiederum würden vier Cache-Festplatten erfordern, was den möglichen Datentransfer weit übersteigt.
Das Fazit lautet also, dass außer bei Einzel-Recordern bereits die 8fache Geschwindigkeit das Gesamtsystem derzeit bis an die Leistungsgrenzen beansprucht. Sobald die genannten Flaschenhälse durch die fortschreitende Technologie beseitigt sind, werden DVD-Publishing-Systeme natürlich auch 16x-Re­corder unterstützen. Bis es soweit ist, wird ein 16x-Recorder in einem ausgewogenen Gesamtsystem eher den Durchsatz verringern als erhöhen.

Systemhäuser und Reseller, die sich für vollautomatisches CD- und DVD-Publishing interessieren, erhalten nähere Informa­tionen von Rimage Europe GmbH in Dietzenbach, Tel. 06074-8521-0 oder per Email an info@ rimage.de.

Rimage Europe GmbH
Die RIMAGE Europe GmbH ist eine hundertprozentige Toch­ter­gesellschaft der 1978 gegründeten RIMAGE Corporation, Minneapolis, USA. Von Diet­zenbach in der Nähe Frankfurts aus werden seit 1992 Kunden in Europa, Afrika und Nahen Osten betreut. Rimage ist der Technologieführer bei voll­automatischen Publishing- und Duplizierungssystemen für CDR und DVDR. Zum Einsatz kommen diese Systeme vor allen Dingen in Unternehmen und Behörden, z.B. für Berichte und Auswertungen,  Rechnungs- und Buchhal­tungsdaten, Bankauszüge, umfangreiche Kataloge und Preislisten, Soft­wareaktuali­sierungen, Normen und Ser­vice‑Anweisungen, anspruchsvolle Video und Audio-Anwen­dungen, etc. Für alle namhaften On-Demand Pro­jekte wie Music on Demand oder Photo on Demand ist Rimage erste Wahl.

Alle genannten Markennamen und Warenzeichen sind Markennamen und Warenzeichen der jeweiligen Markeninhaber.

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