Eröffnung des Landschaftsparks in Frankfurts grünem Stadtteil Rebstockpark
Frankfurt am Main, 15. Juli 2005. In Frankfurts Westen ist ein neuer grüner Stadtteil entstanden: Der Rebstockpark. Mit einem Budget von drei Millionen Euro wurde hier ein großzügiger Landschaftspark realisiert, der Erholung und Entspannung mitten im Grünen und zugleich in unmittelbarer Citynähe bietet.
Die klare Struktur des Landschaftsparks folgt einem mehrdimensionalen Netz, das der New Yorker Architekt Peter Eisenman für den Stadtteil Rebstockpark als Grundprinzip konzipiert hat. Das Netz wird im Landschaftspark durch die Wege sowie die Position und Art der Bepflanzung abgebildet. Das Grünkonzept für den Landschaftspark erarbeiteten die Landschaftsarchitekten Hanna/Olin, daraus entwickelte das Frankfurter Büro für Landschaftsarchitektur BW&P die Gestaltung.
Struktur des Landschaftsparks
Der Park bietet insgesamt eine Pflanzen- und Vegetationsfläche von 75.000 qm. Das Parkgelände gliedert sich in drei Vegetationszonen mit unterschiedlich dichtem Baumstand: Ein Band aus Streuobstwiesen erstreckt sich in direkter Nähe zu den Wohnbauten, daran anschließend ein breiter Streifen offener Rasenfläche, durch einzelne Solitärbäume aus dem Altbestand betont. Eine „Waldzone“ begrenzt den Rebstockpark nach Süden.
Die Achse des Parks besteht aus einer 15 m breiten Trockengracht, die als Senke längs durch den gesamten Park zwischen Rasen- und Waldzone verläuft. Zur südlichen Waldzone hin bildet eine dreistufige Mauer aus Natursteinen eine Böschung. Auf der nördlichen Seite der Senke verläuft ein Weg, der von Stauden gesäumt und durch vier Brücken in Holz-Stahl-Konstruktion und zwei Bastionen gegliedert wird. Die Struktur des Parks wird auch im gesamten Wegenetz sichtbar.
Der Baumbestand und die Pflanzenpracht
Über 700 Bäume im Landschaftspark sind neu gepflanzt, vor allem fruchttragende Sorten. Diese ergänzen jetzt den ursprünglichen Bestand von 220 Bäumen – überwiegend Eichen, auch Pappeln, Ahorn, Linden und Robinien.
1.500 Sträucher und Großsträucher in Kombination mit 4.500 Präriestauden, die eigens für den Rebstockpark gezüchtet wurden, tragen ebenfalls zur Parkstruktur bei. Präriestauden zeichnen sich durch besonders geringen Bedarf an Pflegeaufwand aus und sind dennoch bestechend in ihrer Vielfalt und Blütenpracht. Die verschiedenen Rasenflächen sind auch als Spiel- und Liegeflächen nutzbar.
Noch mehr Raum zur Erholung
Zugang zum Park bieten fünf Eingänge. Zum weiteren Verweilen laden drei Plätze ein. Der Rebstockpark bietet auch Erholungsraum für die Kleinen. Zwei Spielplätze sind mit vielfältigem kindgerechten Spielgerät für verschiedene Altersgruppen ausgestattet. Und natürlich darf auch ein großer Bolzplatz nicht fehlen.
An ausgesuchten Orten laden bequeme Bänke zum Verweilen ein. Straßenleuchten entlang der Wege setzen den Park ins rechte Licht.
Grüner Vorteil des Landschaftsparks
Der geringe Eingriff in den Bestand, die ergänzende Bepflanzung und die Steinwälle ergeben zudem einen passenden Lebensraum für Kleinlebewesen. Damit leistet der Park einen wertvollen Beitrag zur Stadt-Ökologie und wertet den Grüngürtel, den Freiraum rund um die Kernstadt von Frankfurt am Main, weiter auf. Wer nahe der City einen grünen Lieblingsplatz sucht, dem wird der Rebstockpark sicher eine wichtige Anlaufstelle sein.




