Die Kindertagesstätte im Rebstockpark wird ein Unikat – Montagebeginn im Frühjahr
Frankfurt am Main, 18. Januar 2007. Im Frühling ist es soweit: Dann erfolgt die Errichtung der Kindertagesstätte (KiTa) im neuen Stadtteil Rebstockpark. Die Planer sprechen schon jetzt von einem „Unikat“: Im Grundriss der Anlage, in der Farbgestaltung und in den Außenanlagen findet sich das Gestaltungskonzept von Peter Eisenman wieder, das dem gesamten Stadtteil zugrunde liegt.
Die Planung der Einrichtung übertrug der Bauherr, die Rebstock Projektgesellschaft mbH, dem Hochbauamt der Stadt Frankfurt. Abteilungsleiter Harald Heußer, Planungsleiter Klaus Desoi und das Team sind erfahrene Experten für Kommunalbauten wie Schulen, KiTas und Sportanlagen. Hierbei lassen sie sich auch von ihren Exkursionen nach Vorarlberg und in die Niederlande inspirieren, wo sie originelle, funktionale und kostengünstige architektonische Lösungen entdecken. Die KiTa im Rebstockpark ist bereits das neunte Holzbau-Modell, das die Stadt Frankfurt realisiert. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2007 geplant, die Fertigstellung erfolgt voraussichtlich am Ende der Sommerferien. Derzeit wird nach einem geeigneten Träger gesucht. Michael Knisatschek, Geschäftsführer der Rebstock Projektgesellschaft mbh, begrüßt den bevorstehenden Baubeginn: „Mit der KiTa wird eine wichtige infrastrukturelle Maßnahme im Rebstockpark realisiert. Familien mit Kindern bietet die Einrichtung eine Betreuung direkt vor Ort.“ Für die KiTa ist ein Kostenrahmen von über zwei Millionen Euro veranschlagt.
Der Grundriss der KiTa
In den Räumlichkeiten der KiTa finden insgesamt fünf Gruppen mit jeweils 20 Kindern genügend Platz zum Spielen. Die großen Gruppenräume weisen eine Fläche von 50 qm auf, die kleineren 20 qm. Im zweigeschossigen Hauptgebäude wurde außerdem ein Mehrzweckraum eingeplant, der auch als Bewegungsraum genutzt werden kann. Neben dem Hauptgebäude befindet sich ein so genannter Technik-Riegel – ein Nebenbereich, in dem außer Küche und Sanitärbereich auch die gesamte Technik komprimiert untergebracht ist. In der Kita herrscht das Prinzip der kurzen Wege. Durch den offen gestalteten Innenbereich und die beiden Treppen im Haus können die Kinder alle Spielzonen sowohl innen als auch außen schnell erreichen. Längs des Gebäudes gibt es auf beiden Seiten zwei Spielflächenbereiche, die entsprechend nach Altersgruppen genutzt werden sollen. Für die größeren Kinder gibt es freie Spielflächen und ein Sitzpodest. Im Spielbereich für Kleinkinder bildet ein großer Sandkasten den Mittelpunkt, in dem fleißig gebuddelt werden darf. Auf insgesamt ca. 1.700 Quadratmetern bietet der großzügig gestaltete Außenbereich reichlich Platz.
Warme Holzatmosphäre
„Bei der Planung der KiTa wurde besonderer Wert darauf gelegt, ökologisch sinnvoll und nachhaltig zu bauen – Holz ist dabei das ideale Baumaterial“, so Planungsleiter Klaus Desoi. Holz bietet außerdem viele Vorteile: „Dazu gehört die warme Atmosphäre, die Holz einem Raum verleiht.“ Im Innenbereich der Gruppenräume wird für die Decken und Wände Weißtanne verwendet. Hierbei wird nur das obere, fast astfreie Drittel des Baumstammes genutzt, welches eine sehr gleichmäßige Maserung schafft. Holz macht nicht nur eine angenehme Atomsphäre, es hat auch ganz praktische Vorteile, so der Architekt: „Bereits vor Baubeginn können komplette Wände vorproduziert werden, auch bei schlechtem Wetter.“ Ein weiterer Vorzug von Holz liegt in seiner Leichtigkeit. Diese Vorteile ermöglichen eine schnelle Bauzeit von etwa sechs Monaten.
Sonnenschutz aus Holz
Um die Sonneneinstrahlung durch die großflächige Glasfassade zu vermindern, wird an den Fenstern teilweise ein feststehender Sonnenschutz aus Holz angebracht, der sich dem Gebäude optisch gut anpasst. Das Besondere daran: Die Kinder haben trotz Sonnenschutz von innen einen sehr guten Blick ins Freie und auf die Spielflächen. Die Planer setzen den Faktor Licht als ein Hauptgestaltungsmerkmal der KiTa ein: in den Rückzugsräumen, die auch zum Schlafen genutzt werden können, schafft gedämpftes Licht eine behagliche Stimmung. In den Fluren sorgen schmale Lichtleisten in unterschiedlichen Farben für eine farbenfrohe kindgerechte Gestaltung.
Konzept von Peter Eisenman auch bei der KiTa verwirklicht
Das Ordnungs- und Gestaltungssystem, das der amerikanische Star-Architekt Peter Eisenman für den Rebstockpark definiert hat, spiegelt sich auch in der KiTa wider. Im Grundriss der Einrichtung ist die Faltung durch die Anordnung verschiedener Bodenmaterialien wie Rasenflächen und verdichteten Kies ablesbar. Auch die von Eisenman vorgegebenen Höhenlinien werden durch die Baum- und Strauchbepflanzung sowie durch die Lichtreihen im Außenbereich abgebildet. Durch die Farbgestaltung der Fassade wird zudem eine Kante abgebildet, die Eisenmans Faltengebilde akzentuiert. „Dadurch wird die KiTa zum absoluten Unikat“, so Klaus Desoi.
Integrative Gruppen
In der KiTa können außerdem bei Bedarf zwei integrative Gruppen eingerichtet werden. Deren Gruppenbereiche sind im Technik-Riegel vorgesehen, damit die Kinder einen kurzen Weg sowohl zur Mehrzweckhalle, zu den Spielflächen draußen als auch zum Sanitärbereich haben.
Mit einem großen Kinderfest wurde im Spätsommer der anstehende Baubeginn der ersten Kindertagesstätte gefeiert. Michael Matzerath, Geschäftsführer der Rebstock Projektgesellschaft mbH, betont die Vorzüge des Stadtteils, gerade für Familien mit Kindern: „Der Rebstockpark ist ein familienfreundlicher Stadtteil. Eine KiTa mitten im Wohngebiet, in grüner Umgebung und so nah an der Innenstadt – das ist für Berufstätige die Ideallösung.“
GRÜN FINDET STADT: Der Rebstockpark
Der Rebstockpark ist der grüne Stadtteil Frankfurts. Hier gibt es 75.000 m² Parklandschaft mit Alleen, Obsthainen, Spielflächen und Liegewiesen sowie weiteren 20.000 m² Wald. Gleich daneben befinden sich Rebstockweiher und das größte Erlebnisbad der Stadt, das Rebstockbad. So grün wie der Rebstockpark ist, so nah ist er: Ob mit Straßenbahn, Bus oder Auto – in kaum mehr als einer Viertelstunde ist man auf der Zeil, in der Goethestraße und am Opernplatz, im Bankenviertel oder am Flughafen, dem größten Arbeitgeber Hessens. Der Rebstockpark läßt den Menschen alle Möglichkeiten offen, Beruf und Privatleben, Wohnen, Arbeiten, Erholen und Erlebnis flexibel, bequem und mobil zu gestalten. Der Claim “GRÜN FINDET STADT“ unterstreicht dies.
Die Rebstock Projektgesellschaft mbH ist eine Public Private Partnership der Stadt Frankfurt am Main mit privaten Investoren mit der Aufgabe, das Rebstockgelände zu erschließen und zu vermarkten. Das Experten-Team unter der Leitung der beiden Geschäftsführer Michael Knisatschek und Michael Matzerath unterstützt und berät Interessenten und Investoren zuverlässig und schnell in jeder Phase ihrer Investition. Zu den Investoren gehören bereits so namhafte Unternehmen wie Wüstenrot Haus- und Städtebau, WM Bauträger GmbH, Unfallkasse Hessen, die Zürich Gruppe, MiB Wohnbau GmbH und die Accor Gruppe. Mehr Informationen unter www.rebstockpark-ffm.de




